Weinlehrpfad Weinsberg
Weil er in seiner Form an eine Fußbank erinnert, soll der Hausweinberg der Weinsberger „Schemelsberg“ heißen. In einer alten Chronik wird er zwar noch als Schimmelsberg aufgeführt – aber sei’s drum der Weinwallfahrer, der sein Fahrzeug an der B 39 vor dem Ortseingang im Westen abstellt und der Aufforderung zur anschaulichen Tour über gut 1,5 km auf die nach Süd-Süd-West geneigte Anhöhe folgt, sich unter anderem die Einsicht erwandern, dass Rebland immer Kulturland im besonderen Sinne bedeutet. Nicht nur weil sich Kultur von „Pflege“ ableitet. Da der Lehrpfad der traditionsreichen Weinbaugemeinde im Zuge einer beispielhaften Flurbereinigung entstanden ist, wird deutlich, dass es nicht allein ökonomische Ziele sind, auf die Kultivierung im Weinberg ausgerichtet ist. Davon zeugt die Sorge um den Lebensraum von Tieren und Pflanzen, den gut 1,6 km eigens angelegte Wasserstaffeln durchädern. Zum anderen wird am praktischen Beispiel – an Pfahl, Draht und Stock – wie auch in Schrift und Bild erläutert, welcher Wandel sich im Weinberg vollzogen hat, wie Winzer in anderen Ländern ihre Reben „erziehen“ und wie sich in Weinsberg aus klassischen Landsorten interessante Neuzüchtungen entwickelt haben. Anregungen und Eindrücke, die man vom Schemelsberg mitnehmen kann, sind so vielfältig, dass sie eine praktische Übung in der Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg e. G. mit gezielten Nachfragen und konkreten Weinnachfrage nahe legen.
Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg e. G.
Tel.
07131 1579-0
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