Heilbronn
Weinlehrpfad:
Wie eng sich die Stadt Heilbronn dem Weinbau verbunden weiß, spiegelt sich auch in der opulenten Gestaltung des Wein-Panorama-Weges, der im Landschaftsschutzgebiet am Wartberg vom Besucher mehr Muße verlangt als nur die Gehzeit für 2,4 km Wegstrecke. Unter den Arkaden eines Hochwasserbehälters erinnern Schaustücke aus früheren Wengerter-Werktagen an die Epochen, da noch über 2500 Handarbeitsstunden pro Jahr und Hektar abzuschuften waren. Auf den bildhaften Schautafeln wird zudem nicht nur der Weinbau erläutert. So erinnert zum Beispiel Otto Linck auf einem Tableau daran, dass man sich heute beim Erleben des „Bio- und Ökotops Weinberg“ bewusst werden sollte, wie der Wengerter seit vielen hundert Jahren als Landschaftspfleger und Umweltgestalter zu Gange ist. Dass die „Wurzeln des Wohlstandes“ in und für Heilbronn vor allem aus Rebland Kraft gezogen haben, würdigt ein Graffiti-Fries zum „Jahr des Weingärtner“ dass der Wengerter und Maler Gustav Schneider gestaltet und Stukkateure der Bundesfachschule Heilbronn ausgeführt haben: ein Meisterwerk zum Ruhme des Handwerks und des Weinbaus.
Museum:
Geradezu von symbolischer Bedeutung ist die Kombination, mit der in Heilbronn (Frankfurter Str. 75) zwei Wirtschaftszweige in einer bemerkenswerten Ausstellung vereint sind: der Weinbau und die Schiff-Fahrt. Von der Römerzeit bis heute spannt sich der Bogen der Erinnerungsstücke, die vom mühevollen Alltag des Berufsstandes der Weingärtner zeugen. Dass mit der Verbesserung der Arbeitsmethoden, wie sie in der Heilbronner Schau dokumentiert wird, auch das Qualitätsbewusstsein wachsen müsse, das forderte schon der cand. Heuß in seiner Dissertation. Interessant wäre, wie er heute die historische Verpflichtung des Weingärtnerstandes in ihrer zeitgerechten Umsetzung bewerten würde. Sicher nicht ohne Lob für die Heilbronner Weine.
Öffnungszeiten: Dienstag, Samstag, Sonntag von 10:00 bis 12:00 Uhr, Donnerstag durchgehend von 10:00 bis 19:00 Uhr.
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