Weinlehrpfad Brackenheim
Mit welcher Intensität Natur im Weinberg begreifbar wird, haben die Brackenheimer zum krönenden Abschluss einer zunächst gar nicht unumstrittenen Rebflurbereinigung bewiesen. Die große und angesehene Weinbaugemeinde nannte ihren, der erbaulichen Fortbildung
gewidmeten Kurs deshalb auch Natur- und Weinlehrpfad und hat ihn dementsprechend ausgestattet. Auf einer Strecke von 2,6 km wird am Zweifelberg (im Nordosten der Stadt) vor Augen geführt, welche Elemente im und um den Weinberg das Zusammenspiel von Rebkultur und Natur positiv bestimmen. Dies wird an den so (schrecklich) genannten „Biotopvernetzungsflächen“ deutlich, wo Streuobstwiesen und Weinberge ineinander übergehen. Zudem kann man über 100 Informationsquellen (Themen- und Erklärungstafeln) für Auskünfte über Weingeschichte und Rebbiologie nutzen. Als Naturdenkmal erinnern Trockenmauern an alte Zeiten. Natursteinwasserstaffeln und Regenrückhaltebecken belegen umweltgerechten, modernen Weinbau. Mit Rebstöcken aus der französischen Partnerstadt wurde die „Lieblings-Lage“ von Theodor Heuß international bereichert. Wie sich der vom ersten Bundespräsidenten bevorzugte Lemberger in seiner Vaterstadt heute präsentiert, kann bei den Weingärtnern Brackenheim getestet werden, auch als überzeugender Beleg dafür, dass Wein nach wie vor ein besonderes Geschenk der Natur ist.
Weingärtner Brackenheim e. G. Tel. 07135 9855-0
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